USA Westküste: Palm Springs – Joshua Tree – Grand Canyon

Auch wenn unser Westküstenroadtrip schon ein bisschen zurückliegt, so bin ich es euch immer noch schuldig davon zu berichten. Das hole ich hiermit nach. Nachdem wir L.A. ausgiebig erkundet haben, machten wir uns weiter auf den Weg in Richtung Palm Springs. Der Weg von LA über den Highway 10 dauert ungefähr zwei Stunden und es gibt eigentlich nich viel zu sehen. Nach 5 Tagen LA tat es aber einfach gut, aus der Stadt und wieder raus in die Weite zu kommen.

Palm Springs

Die Stadt

Wir hatten nur einen Tag in Palm Springs, weil wir die Stadt eigentlich nur als Zwischenstopp in Richtung Joshua Tree genutzt haben. Palm Springs wirkte auf uns wie eine Kleinstadt, welche schon sehr stylisch ist und einen ganz besonderen Flair hat. Auf uns wirkte Palm Springs wie eine Art Fatamorgana in der kalifornischen Wüste. Dieser Ort hat eine ganz besondere Ausstrahlung, auch wenn es dort nicht wirklich viel zu sehen oder zu entdecken gibt. Da wir nur einen Tag hatten, sind wir einfach durch die Straßen gefahren und haben alles auf uns wirken lassen.

 

Fortbewegung

Wenn ihr es bis Palm Springs geschafft habt, werdet ihr das mit großer Wahrscheinlichkeit dem eigenen Leihwagen gemacht haben. Den braucht ihr in Palm Springs auch, denn wir haben nicht wirklich öffentliche Verkehrsmittel gesehen. Da es aber keine wirklichen Sehenswürdigkeiten gibt, ist es am besten das Auto zu nehmen, um so die Stadt am besten auf sich wirken zu lassen.

 

Sehenswürdigkeiten

Die größte Sehenswürdigkeit von Palm Springs, ist der Flair und die Stimmung die in der Luft liegt, wenn man dort ist. Natürlich hat Palm Springs eine berühmte Architektur bzw. Türen, allerdings machen die Anwohner mittlerweile kein Geheimnis mehr daraus, dass sie nichts vom Haustürentourismus halten, und um das zu respektieren haben wir es nicht gemacht.

 

Salvation Mountain

Da Palm Springs ansonsten leider nicht so viel zu bieten hat, machten wir uns auf den Weg zu einem etwa 2 Stunden entferntes Highlight. Nachdem man die berühmte Gegend um Coachella hinter sich lässt, kommt man in eine scheinbar endlose Gegend von Sand, Hitze und Abgeschiedenheit, aber da mussten wir durch auf unserem Weg zum Salvation Mountain.

Wenn man diesen Ort nach zwei Stunden Fahrt erreicht, denkt man zu erst eine Fatamorgana zu sehen. In mitten von Nichts, steht dann plötzlich der bunte Berg Salvation Mountain vor einem. Ein bunt angemalter Berg der mittlerweile als Kunst angesehen wird. Der Ursprung liegt aber in einer von einem einzelnen Mann erschaffenen Gedenkstädte Gottes. Wirklich ein skurriler Ort und definitiv einen Besuch wert, aber denkt bitte an zwei Sachen solltet ihr planen den Salvation Mountain zu besuchen, tankt euer Auto randvoll, denn Tankstellen sind auf dem Weg eher Mangelware und kauft im Vorhinein genug Wasser und Essen, denn auch das findet ihr auf dem Weg fast garnicht.

 

Wenn ihr über den Highway 10 nach Palm Springs gefahren seid, seid ihr vermutlich auch an zwei anderen Highlights der Gegend vorbeigekommen. Das eine sind die Cabazon Dinosaurs. Zwei wirklich riesige Dinosaurier, welche am Highway 10 zwischen Palmen darauf warten gefunden zu werden. Ein kleiner Tip, fahrt am besten zum Sonnenuntergang dorthin, dann erstrahlt der Himmel nämlich in einem rosa, das den Moment noch schöner wirken lässt.

 

Nicht weit entfernt von den Dinosauriern ist das Desert Hill Premium Outlet. Ich kann nur eines sagen, dieses Outlet verdient sowas von den Zusatz Premium. Jetzt alle hier aufzuführen wäre eine zu lange Liste, ich sage nur Gucci, Aigner und Co. und eines verspreche ich euch, ihr werdet einige Schnäppchen machen können.

Nach nur einer Nacht in einem Motel, welche sich in Palm Springs an jeder Ecke finden lassen, machten wir uns am folgenden Morgen auf den Weg zu einem unsere Absoluten Highlights des Urlaubs…

 

Joshua Tree Natioanlpark

Die Gegend

Joshua Tree ist nicht wirklich ein Ort, es ist eher eine Ansammlung vieler kleiner Orte wie Desert Hights, Sunfair oder Twentynine Palms. Solltet ihr in diese Gegend fahren, kümmert euch rechtzeitig um eine Unterkunft. In dieser Gegend gibt es zwar auch Motels diese aber spontan vor Ort auszuwählen, solltet ihr hier sein lassen.

Unsere Unterkunft

Hierauf hatte ich mich im Vorhinein mit am meisten gefreut. Joshua Tree Acres, vier alte Airstream-Wohnwagen, welche renoviert verteilt auf einer privaten Anlagen, einfach so schön sind. Hier ist überall die Liebe zum Detail zu sehen. Neben den Airstreams, gibt es einen Whirlpool unter dem Sternenhimmel, Badewannen welche einfach in der Wüste stehen und ein kleiner Salzwasserpool. Ein wirklich magischer Ort an dem wir leider nur eine Nacht verbringen konnte, da er auf Monate ausgebucht ist. Kümmert euch also rechtzeitig. Ein wirklich einzigartiges Erlebnis, welches wir niemals vergessen werden.

 

unser kleines Reich von innen

 

Sehenswürdigkeiten 

Abgesehen von unserer Unterkunft war der Joshua Tree Nationalpark an sich das Highlight schlechthin. Man kann mit dem eigenen Auto den Park erkunden, was 15 Dollar pro Person kostet. Das wirklich schönes an diesem Park, er ist nicht überlaufen, da er noch ein recht unbekannter Park bei Touristen ist. Wir haben dort wirklich einen der schönsten Sonnenuntergänge erlebt, die wir jemals gesehen haben. Der Park ist was ganz besonderes, es wirkt wie eine endlose Steppe aus Yuccapalmen, daher der Name Yucca Valley, kombiniert mit Felsen und einer endlosen Sicht. Ein magischer Ort für den ihr euch Zeit nehmen müsst, umdisponieren Magie des Parks zu erleben.

 

 

 

Nach zwei Tagen in der absoluten Natur, ging es weiter in Richtung des nächsten Highlights.

 

Grand Canyon

Wie ihr wahrscheinlich wisst, gibt es beim Grand Canyon keinen spezifischen Ort, den ich euch benennen kann. Ich kann euch aber die Route sagen, die wir gefahren sind, da wir den Grand Canyon einmal umfahren wollten, bevor es nach Las Vegas ging.

Von Joshua Tree ging es für uns zu erst nach Flagstaff, um einen Teil der legendären Route 66 mitzunehmen, nahmen wir die Route über Kingsman. Flagstaff ist ein hübscher Ort in den Wäldern Arizonas, welchen wir aber nur zum Übernachten nutzten.

 

hier herrschte direkt eine ganz andere Vegetation und Temperatur und wir kamen uns vor wie in einem anderen Land!

 

Am nächsten Morgen ging es Richtung National Park. Ja, der Grand Canyon ist ein Nationalpark und auch hier kostet es 15 Dollar Eintritt. Wir orientierten uns am Grand Canyon Village, was sich aber als Fehler herausstellte. Ein kleines absolut amerikanisches Örtchen, bei dem der Grand Canyon irgendwie falsch rüberkommt. Orientiert euch besser direkt an der Route 67, welche euch durch den Nationalpark, genau am Rand des Canyons entlang führt und eine unglaubliche Aussicht auf dieses Naturwunder bietet. Damit wir genug Zeit hatten um alles genießen zu können, planten wir den nächsten Zwischenstop in Page ein.

Auf den ersten Google Maps Blick scheint Page eine sehr unspektakuläre Stadt zu sein, was auch stimmt, allerdings ist es ein perfekter Ausgangspunkt um zwei absolute Highlights der Grand Canyon Gegend zu erkunden.

 

 

Horseshoe Bend & Antelope Canyon

Die wohl weltweit bekannteste Flusskurve, der Horseshoe Bend. Wie der Name es schon sagt, hat der Colorado River eine riesige Kurve in die Landschaft gefräst, die einem Hufeisen sehr ähnlich sieht. Es ist möglich bis an den Rand zu gehen und eine wirklich atemberaubende Aussicht zu genießen. Seid aber bitte vorsichtig, denn es geht wirklich steil runter, es gibt keine Absicherung und der Boden ist sehr sandig.

 

 

Das zweite Highlight der Gegend, welches nur ein paar Autominuten vom Horseshoe Bend entfernt ist, ist der Antelope Canyon. Vorab, ein surreales Erlebnis, das wir niemals vergessen werden. Um den Canyon besichtigen zu können muss man zwar pro Person 40 Dollar investieren, es lohnt sich aber. Solltet ihr die Möglichkeit haben, kommt zur Nebensaison Oktober/November, denn dann habt ihr die Möglichkeit wie wir die Kammern des Canyons für euch alleine (also für eure Gruppe, da ihr dort nur mit einer Führung hinuntersteigen könnt) genießen zu können. In der Hauptsaison ist es so überfüllt, dass ihr euch kaum um die eigene Achse drehen könnt. Der Antelope Canyon war ein mehr als außergewöhnliches Erlebnis.

 

 

lil

 

Nachdem wir Page verlassen haben, machten wir auf dem Weg nach Las Vegas noch einen Zwischenstop in St. George. Hier gibt es wirklich nichts zu sehen, die Stadt ist aber ein guter Ausgangspunkt solltet ihr wandern mögen und noch einen Tag für den Zion Nationalpark einplanen. Der Park soll wirklich spektakuläre Natur zu bieten haben. Wir hatten leider keine Zeit ihn zu erkunden, da wir unsere Zeit anders verplant hatten. Wir übernachteten nur in St. George, um die Tagesetappen nicht zu lang werden zu lassen. Wenn ihr auch diese Route plant, nehmt euch wirklich Zeit für jede Etappe. Nicht nur das das ständige Autofahren sehr anstrengend ist, sondern auch damit ihr die Natur und alle Eindrücke die ihr auf eurer Reise sammelt zu 100% genießen könnt.

 

Die Route im Überblick

 

Palm Springs (1 Nacht)
Joshua Tree Nationalpark (1 Nacht)
Flagstaff (1 Nacht)
Page (1 Nacht)
St. George (1 Nacht)

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