Travel: 10 Tage Roadtrip Norditalien

Bella Ciao – Roadtrip durch Norditalien

Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, haben Moritz und ich uns vor ein paar Wochen ĂŒberlegt, warum nicht einfach mal einen Roadtrip starten. Da ich noch nie so wirklich in Italien war, ist unsere Wahl der Reise sehr schnell auf Italien gefallen. Damit ihr im Laufe des Blogpost nicht die Übersicht verliert hier die Route welche wir uns ausgemalt hatten:

MĂŒnchen – Tegernsee – Verona – Venedig – Desenzano del Garda – Mailand

… und das 10 Tagen. Ja ihr habt Recht sportliches Vorhaben, und nicht wirklich Urlaub, aber ich dachte mir: wenn schon denn schon.

Nach einem Tag MĂŒnchen bei meinem Bruder und einen Tag Tegernseer zur Entspannung ging es also los und es hieß Bella Ciao. Durch Österreich und ĂŒber den Brennerpass kamen wir nach Norditalien und waren von Anfang an, von dem Panorama, dem GefĂŒhl und dem Wetter begeistert. Um nicht zu viel Strecke an einem Tag bewĂ€ltigen zu mĂŒssen, fuhren wir nicht direkt nach Venedig, wie der Plan ursprĂŒnglich war, sondern setzten uns Verona als erstes Etappenziel. Und wir haben es nicht bereut.

 

Verona

In den 24 Stunden die wir in Verona zur VerfĂŒgung hatten, wollten wir uns aufs wesentliche konzentrieren. Kultur und Essen. Wir kamen am spĂ€ten Nachmittag an und machten uns direkt auf den Weg in die Innenstadt. Im Stadtzentrum begrĂŒĂŸte uns direkt die „Arena di Verona“. Eine alte Arena, welche heute fĂŒr tĂ€gliche Opern unter freien Himmel genutzt wird. Weiter durch die Einkaufsstraßen der Stadt, fĂŒhrte uns der Weg zum „Casa di Giuletta“. Welche Frau wollte nicht auch schon immer mal auf dem Balkon aller Balkone stehen und vom Hof angeschmachtet werden?! 😀

 

 

Die lange Fahrt und der Spaziergang in die Stadt, machte ziemlich hungrig und wir stĂ€rkten uns im „Ristorante Greppia“, in dem wir die hausgemachte Pasta wirklich empfehlen können.

 

Am nĂ€chsten Morgen machten wir uns noch auf den Weg zum „Castel San Pietro“. Einen besseren Ausblick ĂŒber die Stadt bekommt ihr garantiert nirgends versprochen.

Tipp: Geht ganz frĂŒh morgens zum „Casa di Giuletta“, da ab mittags die Touristenmassen hinstĂŒrmen und ihr den Hof nicht mehr fĂŒr euch alleine haben werdet.
Der Weg zum Panoramaview zieht sich, ist aber ein schöner Weg durch Verona’s Gassen. Jedoch haben wir spĂ€ter festgestellt, dass er auch mit dem Auto zu erreichen ist.

 

Venedig

Unser Hotel buchten wir ein wenig außerhalb der Insel Venedig, da es so viel gĂŒnstiger war, aber trotzdem sehr einfach um in die Stadt zu kommen.

GĂŒnstig Parken in Venedig

Von unserem Hotel in Maghera ‚B&B Venice Casanova‘ fuhren wir 10 Minuten zu dem vorgelagerten Parkplatz „Green Park“, wo 24 Stunden parken nur 5 Euro kosten. Das Hotel hatte einen Pool und somit konnten wir nach oder vor einem anstrengenden Tag in Venedig schön entspannen. Direkt neben dem Parkplatz fahren mehrere Busse direkt auf die Insel Venedig und das umsonst. Ihr spart also Geld und Zeit, habt nicht so viel Stress und könnt Venedig in vollen ZĂŒgen genießen.

SehenswĂŒrdigkeiten Venedig

Wenn es zu den SehenswĂŒrdigkeiten Venedigs kommt, so kann ich natĂŒrlich die „RialtobrĂŒcke“, den „Markusplatz“ und ein Cappuccino am „Canale Grande“ empfehlen. Die eigentliche SehenswĂŒrdigkeit Venedigs, ist aber das GefĂŒhl welches ihr habt, wenn ihr euch einfach durch die Gassen treiben lasst, die AtmosphĂ€re genießt, die kleinen NebenkanĂ€le genießt und Dolce Vita erlebt. Seid euch aber bitte immer darĂŒber im Klaren, dass ihr auf einer absoluten Touristeninsel seid und Menschenmengen und zu teurer Cappuccino in Kauf genommen werden muss.

Nachbarinsel Burano

Den zweiten Tag, wollten wir auf einem anderem Teil Venedigs verbringen. Vom FĂ€hranleger „F.te Love „D““, ging es fĂŒr uns auf die Nachbarinsel „Burano“. Die Insel ist berĂŒhmt fĂŒr ihre kunterbunten HĂ€user, die sich ĂŒber die ganze Insel verteilen. Ein wunderschöner Anblick, welcher einen dazu bringt an jeder Ecke ein Bild machen zu wollen. Ihr zahlt fĂŒr die Hin- und RĂŒckfahrt ca. 15€ / Person.

Desenzano del Garda – Gardasee

Am nĂ€chsten Tag machten wir uns auf den Weg in Richtung Mailand. Wir fuhren aber nicht auf direktem Weg dorthin, sondern wollten einen Tag am Gardasee halt machen, um einfach mal die Seele baumeln lassen zu können. Der Ort „Desenzano del Garda“, war einfach perfekt dafĂŒr. Jeder Ort am Gardasee ist vom Tourismus geprĂ€gt, aber in „Desenzano“ kam einem das nicht so bedrĂŒckend vor und man konnte den italienischen Flair in vollen ZĂŒgen genießen. Um den angebrochenen Tag noch zu nutzen, fuhren wir an der Westseite des Sees in Richtung „San Felice del Benaco“, hielten an einem schönen Fleck Erde am See an und genossen die Sonne.

Am nĂ€chsten Tag mieteten wir uns fĂŒr 3 Stunden ein Motorboot fĂŒr insgesamt 100Euro. Man darf die Boote ohne BootsfĂŒhrerschein fahren und mit einer maximalen Geschwindigkeit von 55km/h kommt man auch gut voran. Der hohe Seegang hat mich ein bisschen ĂŒberrascht und verunsichert, aber der Ausblick welcher sich vom Boot aus geboten hat, hat definitiv entschĂ€digt.

Danach hieß es wieder Pizza oder Pasta und das Ergebnis, die beste Pasta gibt es in der „Osteria Spore Divinio“.

Mailand

Die letzte Station auf unserer Reise und um es Vorweg zu nehmen, die mit Abstand stressigste. Unser Hotel „Barcelo Milan“ lag ein wenig außerhalb der Stadt, bot uns aber gute Parkmöglichkeiten. An beiden Tagen die wir in Mailand waren, sind wir mit dem Auto in die Stadt gefahren. Die Parkplatzsuche war zwar immer ein bisschen abenteuerlich, aber man hat immer ein Parkplatz gefunden, da wir uns frĂŒh genug auf den Weg gemacht haben. NatĂŒrlich wird Mailand dem Vorurteil DIE Shoppingstadt zu sein, absolut gerecht. Wir konzentrierten uns aber zuerst auf den kulturellen Part, den „Duomo di Milano“, oder einfach den MailĂ€nder Dom. Ohne Frage ein wahnsinnig imponierendes Bauwerk. Aber auch hier sind die Unmengen an Touristen das kleine Manko.

Mein Tipp, ein bisschen frĂŒher ausstehen und am Morgen die Leere des Platzes genießen.

Genau neben dem Dom, liegt wohl die zweitgrĂ¶ĂŸte SehenswĂŒrdigkeit der Stadt, das Kaufhaus „Galleria Vittorio Emanuele II“. Luxus wohin ihr schaut, beeindruckend und sehr schön. Welches Kaufhaus ich aber zum Shoppen viel besser fande war ‚La Rinacente‘: Tolle Marken, gut strukturiert und die Dachterasse ist ein Traum! Dort oben haben wir eine sehr leckere Tiramisu genossen, bevor es wieder ins GedrĂ€nge ging.

Unseren zweiten Tag starteten wir mit einer Hop On Hop Off Bustour, ich weiß sehr Touri, aber man bekommt auf Anhieb einen gesamten Überblick ĂŒber die Stadt. Allerdings hat uns die Fahrt in Mailand wahnsinnig enttĂ€uscht und wir können von dieser Tour nur abraten, da man nicht wirklich viel sieht, oder ĂŒber die Stadt lernt. Den restlichen Tag ließen wir uns einfach in der Stadt treiben und waren ein bisschen shoppen.
Unser absolutes Highlight in Mailand kam aber zum Schluss: Das „Mint Garden CafĂ©â€œ. Solltet ihr euch schon immer gefragt haben, wie es ist in einer perfekten Symbiose aus Interieur und Flora zu essen, dann besucht das „Mint Garden CafĂ©â€œ und ihr findet die Antwort. Einfach wunderschön, unfassbar nettes Personal und sehr lecker.

Unser Roadtrip hat uns wirklich die Schönheit Italiens gezeigt und es wird bestimmt nicht unser letztes Mal gewesen sein, dass wir Italien bereist haben.

 

Was ist eure Lieblingsstadt in Italien?

xx,

& Moritz

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1 Kommentar

  1. Marcy Seitz

    11. August 2018 at 09:44

    Hey Franzi! 🙂 ich bin Halbitalienerin und wohne nun in Milano seit genau 10 Jahren (davor habe ich in MĂŒnchen gelebt). Es freut mich, dass dir mein Heimatland so gut gefallen hat!!! Ich bin immer irgendwie so stolz darauf, wenn sich jemand hier in Italien wohl gefĂŒhlt hat 🙂 Außerdem hab ich dank dir einen neuen Foodspot kennengelernt, denn das Mint Garden CafĂš kannte ich bisher noch nicht.. es wird also Zeit, dass ich es so schnell wie möglich mal ausprobiere, da deine Bilder die Ästhetik dieses Ortes perfekt widerspiegeln! 🙂 Falls ihr Lust bekommt, Italien nochmal einen Besuch abzustatten, dann kann ich euch nur den SĂŒden empfehlen (also alle Regionen unterhalb Roms), da diese leider oft unterschĂ€tzt werden.. ich finde jedoch, dass gerade der SĂŒden unglaublich viel zu bieten hat, von einem kristallklaren Meer, bis zu atemberaubende, kulinarische SehenswĂŒrdigkeiten, kleine idyllische Örtchen und natĂŒrlich gaaaanz viel mega leckeres Essen!!:) (und dort gibt es nicht sooo viele Touris, wie in Venedig, Mailand oder Florenz) 🙂